In Österreich ist der Rugby-Union-Sport in der Öffentlichkeit noch wenig populär. Es gibt zur Zeit 13 Herren-Vereine, davon betreiben einige aktive Damenmannschaften. Seit der Saison 1992/93 gibt es eine offizielle österreichische Rugby-Meisterschaft.
Das erste Rugbyspiel auf österreichischem Boden fand bereits am 14. April 1912 statt. Es spielten damals zwei englische Mannschaften auf der Hohen Warte gegeneinander, um Rugby in Österreich bekannter zu machen. Bis in die dreißiger Jahre war dies auch erfolgreich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rugby aber lange Zeit verschwunden. 1978 wurde der erste Verein gegründet. Er wurde „Vienna Celtic Rugby Football Club“ getauft und stammt aus der österreichischen Rugby-Hochburg Wien. Neun Jahre später wurde mit dem Rugby Club Wien der zweite Verein gegründet. Hauptsächlich die Mitglieder des RC Wien trieben die weitere Ausbreitung in Österreich an, mit dem Erfolg, dass der RC Donau gegründet wurde.

Im Jahre 1992 wurde es möglich, mit den drei österreichischen Mannschaften und der des Lyçée Français eine Meisterschaft zu starten. 1993 wurde dank eines in Leoben ausgetragenen Länderspiels eine weitere Mannschaft gegründet und die Rugby-Alpenliga ins Leben gerufen. Es traten die vier österreichischen und zwei slowenische Teams an. Ein Jahr später wurde diese Liga mit einer kroatischen, zwei slowenischen und drei österreichischen Mannschaften wieder ausgetragen. Aus der Alpenliga ging der RC Wien als stärkste Mannschaft hervor. Nach zwei Saisonen musste die Alpenliga jedoch eingestellt werden.

Nach der Rugby-WM 1995 in Südafrika wurden in Graz und Villach zwei weitere Vereine gegründet. Die Saison 1995/96 wurde in zwei Ligen bestritten, da der Niveauunterschied zu groß für eine Liga war. 1996/97 wurde diese Idee wieder verworfen und nur eine Liga gespielt. Dies erwies sich jedoch als Fehlentscheidung. Die verbliebenen drei Wiener Clubs – RC Wien, Celtic RFC und RC Lycee – spielten in den Saisonen 97/98 und 98/99 mit drei mährischen Mannschaften (Brünn, Ollmütz, Zlin) die Austro-Moravia Liga, aus der beide Male der RC Wien als Sieger hervorging. Zur selben Zeit rangen RC Wien II, Celtic B, Graz, Leoben und Villach um den Titel in der Bundesliga. Die Weltmeisterschaft im Jahre 1999 trug wieder zur Gründung eines neues Vereins, des RC Donau wurde neu gegründet. Seit Ende 1999 gibt es auch in Linz, Oberösterreich, einen Rugbyclub, der im Herbst 2000 in die zweite Liga einstieg.

Bei der Qualifikation zur WM im Jahr 2003 in Australien scheiterte Österreich in der 2. Runde, stieg aber in die Gruppe A der 3. Division der FIRA-AER nach drei klaren Siegen gegen Luxemburg (77-0), Israel (21-6) und Norwegen (51-7) auf. Im Dezember 2003 kandidierte Rugby als Mitglied der BSO (Bundes-Sportorganisation). 2003 wurde der Womabts Rugby Club gegründet. 2004 wurden in Lienz und in Krems an der Donau Vereine gegründet, 2005 folgten St. Anton am Arlberg und der WRC Innsbruck.
Im Jahre 2006 wurde der Verband schlussendlich als vollwertiges Mitglied der BSO aufgenommen. Großen Anteil hatte dabei der Europameisterschaftstitel der Gruppe D der U18 Nationalmannschaft in Treviso (Italien). Dieser gelang gleich beim ersten Antreten durch Siege über Norwegen, Luxemburg und im Finale Serbien.

Herren

1. Carinthian Matadors RFC
2. Stade Rugby Club Wien
3. RUFC GRaz
4. RC Innsbruck
5. RC Krems
6. ARC Leoben
7. 1. ORSC Linz
8. RC Donau
9. Wombats RC
10. Vienna Celtic RFC
11. Spartans RUC Melk
12. RC Tigers
13. RC Südburgenland

Junioren

1. Stade Rugby Club Wien
2. RC VIS
3. Vienna Celtic RFC
4. 1.ORSC Linz
5. RC Donau

Damen

1. RC Donau
2. Women’s Rugby Club Innsbruck
3. ARC Leoben
4. Vienna Celtic RFC
5. RUFC Graz
6. 1. ORSC Linz
7. Spartans DRC Melk
8. Wombats RC
9. Rugby-Club Anexia-Tiger Ladies Klagenfurt

Dachverband ist der ÖRV, darunter gibt es bereits 2 Landesverbände in Tirol und Niederösterreich.